Den Namen Pura Raza Espanola erhielt das spanische Pferd reiner Rasse um 1900.
Der Begriff des Andalusiers ist heute nicht mehr korrekt. Andalusier sind vielmehr Pferde ohne Abstammungsnachweis oder nicht reinrassige iberische Exemplare.
Die Zucht der PRE wird in Spanien von der ANCCE streng überwacht.
Lediglich Hengste und Stuten, die die Körung erfolgreich absolvieren, werden in das Zuchtbuch aufgenommen, und nur deren Nachkommen bekommen Abstammungsnachweise.
Das Pferd Reiner Spanischer Rasse ist, für einige Linien dieser Rasse gesprochen, der Inbegriff des barocken Pferdes.
Sein Feuer, das stolze Erscheinungsbild und der Sanftmut ziehen einen in den Bann.
Sie sind ungewohnt intelligent, zuverlässig und sehr menschenbezogen.
Die sanfte Kurvenform der Körperoberlinie, der eher im Quadrat stehende Körper, der harmonisch eine gleichmäßige sich abzeichnende Bemuskelung aufweist, die natürliche Aufrichtung sowie die gute Winkelung der Hinterbeine tragen zu diesem Eindruck bei.
Das Stockmaß liegt ab 1,52 m bei den Stuten und 1,54 m bei den Hengsten, wobei die sehr großen Exemplare das typvolle häufig missen lassen und der Moderne geschuldet sind. Der Kopf des PRE sollte harmonisch zum Körper passen, die Augen den Sanftmut und das Feuer ausstrahlen.
Aufgrund des Körperbaus sind diese Pferde in der Lage, schwierige Lektionen bis zur Hohen Schule mit großer Leichtigkeit zu erlernen und auszuführen. Geduld und Sorgfalt sollte man beim Lehren dieser Lektionen walten lassen, nicht nur weil das PRE insgesamt ein spät entwickeltes Pferd ist und bis zum 7. Lebensjahr wächst, sondern insbesondere auch aufgrund der hohen Lernfähigkeit, die schnell zur körperlichen Überforderung des Pferdes führen kann.
Ein weiteres typisches Merkmal dieser Rasse ist der individuelle Brand eines jeden Züchters. Die Brände der Züchter sind offiziell bei der ANCCE eingetragen. Hengste bekommen den Brand auf den linken und Stuten auf den rechten Oberschenkel.