Zuchtprogramm für die Rasse des Knabstrupper des Pferdezuchtverbandes Brandenburg-Anhalt e.V.
1. Angaben zum Ursprungszuchtbuch Die SEGES, Agro Food Park 15, Skejby, DK-8200 Aarhus N, Danmark ist die Organisation, die im Sinne der Vorgaben der EU das Zuchtbuch über den Ursprung der Rasse Knabstrupper führt. Der Verband führt ein Filialzuchtbuch und hält die durch die Ursprungszuchtorganisation auf www.seges.dk aufgestellten Grundsätze ein.
2. Geographisches Gebiet Das geographische Gebiet, in dem der Pferdezuchtverband Brandenburg-Anhalt e.V. das Zuchtprogramm durchführt, umfasst die Länder der Bundesrepublik Deutschland.
3. Umfang der Zuchtpopulation im Verband Der Umfang der Population beträgt (Stand 01.01.2022): Stuten: 6 Hengste: keine Der Umfang der Population der oben genannten Verbände, die gemeinsam das Ursprungszuchtbuch dieser Rasse führen, ist auf der Website www.pferd-aktuell.de/shop/index.php/cat/c135_Jahresberichte-FN---DOKR.html einzusehen.
4. Zuchtziel, einschließlich der Rassemerkmale Das Zuchtprogramm hat einen Zuchtfortschritt im Hinblick auf das definierte Zuchtziel und somit die Verbesserung der Eigenschaften der Rasse zum Ziel und umfasst alle Maßnahmen und Aktivitäten, die diesem Ziel dienlich sind. Der Knabstrupper ist ein umgängliches, freundliches und gelehriges Pferd, das sich für alle Reit- und Fahrzwecke eignet.
5. Eigenschaften und Hauptmerkmale Rasse Knabstrupper Herkunft Der Knabstrupper ist eine alte dänische Kulturrasse, die aus der Frederiksborger Rasse aufgrund der Farbvariante und unter Einwirkung der Alten Spanischen Pferderasse herausgezüchtet wurde. Nach dem Ende der Zucht auf Gut Knabstrupp entwickelten sich unterschiedliche Typen. Größe Der Knabstrupper wird als Pferd und als Pony gezüchtet und wird unterteilt in:
- Knabstrupper-Pferd über 148 cm Stm.
- Knabstrupper-Pony Kat.I, zwischen 138 und 148 cm Stm.
- Knabstrupper-Pony Kat. II, zwischen 128 und 138 cm Stm.
- Knabstrupper-Pony Kat. III, zwischen 105 und 128 cm Stm.
- Miniatur-Pony bis 104 cm Stm.
Farben Volltiger, Schabracktiger, Schneeflockentiger, Weißgeborene und Einfarbige (außer Schimmel)
Volltiger: Einfarbiges weißes Fell mit Punkten in der Grundfarbe, die reingezeichnet und gleichmäßig über dem Kopf, Hals, Körper und Beine verteilt ist.
Schabracktiger: Einfarbiges Fell in der Grundfarbe im Vorderteil des Pferdes/Ponys. Auf dem hinteren Teil befinden sich Punkte in der Grundfarbe auf weißem Grund.
Schneeflockentiger: Einfarbiges Fell in der Grundfarbe mit weißen Punkten. Weißgeborene: Weiß geborene Pferde/Ponys mit oder ohne Melierungen und vereinzelten Punkten.
Einfarbige: Einfarbiges Fell in der Grundfarbe, Schimmel unerwünscht und bei den zulässigen Fremdrassen nicht erlaubt. Abweichende Färbungen der Tigerscheckung sind möglich und sind in der Zuchtbescheinigung zu vermerken.
Bei allen Farbvarianten sind folgende sekundäre Merkmale erwünscht: Krötenmaul, gefleckte Geschlechtsteile und/oder After, weiß umrandete Iris und/oder gefleckte Lidränder, Melierungen und vertikal gestreifte Hufe. Langhaar Erwünscht ist volles Langhaar mit genügend Wachstum. Unerwünscht ist wenig Langhaar mit mangelndem Wachstum. Typ Erwünscht ist das Erscheinungsbild eines korrekten und harmonischen Pferdes/Ponys mit trockenen und ausdrucksvollen Kopf mit großen, lebhaften und freundlichen Augen, einer gut geformten Halsung, einer plastischen Bemuskelung sowie korrekten, klaren Gliedmaßen. Eine leicht konvexe Nasenlinie ist rassetypisch und zu tolerieren. Erwünscht ist weiterhin ein deutlicher Geschlechtsausdruck.
Unerwünscht sind insbesondere ein derbes, plumpes Erscheinungsbild, ein grober Kopf, verschwommene Konturen, unklare Gelenke und ein fehlender Geschlechtsausdruck. Körperbau Erwünscht ist ein harmonischer, für Reit- und Fahrzwecke jeder Art geeigneter Körperbau. Dazu gehören: ein mittellanger, breiter, gut aufgesetzter, sich zum Kopf hin verjüngender Hals mit genügender Ganaschenfreiheit, eine lange, schräge Schulter, eine breite, tiefe Brust, eine genügend ausgeprägte Sattellage, ein nicht zu langer Rücken, eine gut bemuskelte, mäßig abfallende Kruppe mit nicht zu hohem Schweifansatz. Unerwünscht sind ein zu langer Körper, eine kleine, steile Schulter, eine schmale Brust ein langer, nicht geschlossener Rücken, eine gerade, kurze Kruppe mit hohem Schweifansatz. Fundament Erwünscht sind ein trockenes Fundament in passender Stärke mit korrekten, großen Gelenken und korrekter Gliedmaßenstellung, mittellanger Fesselung und korrekt geformte, harte Hufe. Unerwünscht sind unkorrekte Gliedmaßen mit Fehlstellungen, kleine, schmale Gelenke, die schlecht eingeschient sind, zu kurze oder zu lange weiche Fesseln, zu kleine Hufe mit eingezogenen Trachten. Bewegungsablauf Erwünscht sind fleißige, taktmäßige und raumgreifende Grundgangarten Schritt (4-Takt), Trab (2-Takt) und Galopp (3-Takt) Der Bewegungsablauf soll energisch, losgelassen und erhaben sein bei klarem Abfußen, im Trab und Galopp mit erkennbarer Schwebephase und ausbalanciert sowie mit genügend Schub aus der Hinterhand. Erwünscht sind von Natur erhabene Bewegungen, etwas kniehoch in der Mechanik. Unerwünscht sind flache, gebundene, unelastische oder schwerfällige Bewegungen mit mangelndem Takt.
Zuchtzielbeschreibung des Ursprungszuchtbuches Letzte Änderung 16.11.2020 Übersetzung aus der dänischen Sprache
REGELN FÜR DAS KNABSTRUPPER SPORTREITPFERD
Der Standard für das Sportreitpferd
TYP: Der Knabstrupper vom Reitsporttyp ist ein großrahmiges und harmonisches Pferd von guter Tiefe und Breite.
GRÖSSE: Der Knabstrupper hat ein Stockmaß von über 148 cm. FARBE: Das hervorstechendste Merkmal des Knabstruppers ist seine besondere Farbgebung. Die verschiedenen Farbvarianten können stark variieren. Die Farbausbreitung hat daher keinen Einfluss auf die Bewertung und Körungsklassifizierung. Mindestanforderung für die Farbausbreitung: Es werden mindestens fleischfarbene Flecken an den Körperöffnungen verlangt. Einfarbige Hengste oder Hengste, die nur fleischfarbene Flecken an den Körperöffnungen haben, müssen Knabstrupperstuten mit Knabstrupperfärbung zugeführt werden. Hengste mit Grauschimmelanlagen können nicht gekört werden. Hengste mit Glasaugen oder ausgeprägtem Rattenschweif können nicht gekört werden. Ausgeprägte Plattenschecken können nicht gekört werden. Einfarbige Stuten, die von einem eingetragenen Knabstrupper-Elternteil abstammen, können eingetragen werden. Eine solche Stute soll einem Hengst mit Knabstrupperfärbung zugeführt werden.
KOPF UND HALS: Erwünscht ist ein edler und ausdrucksvoller Kopf mit großem, klarem ruhigem Auge und viel Ganaschenfreiheit. Der Kopf soll über einen beweglichen Nacken mit einem mittellangen, wohlgeformten und gut angesetzten Hals verbunden sein.
SCHULTER UND WIDERRIST: Die Schulter ist lang und schrägliegend mit viel Freiheit und ausgeprägtem Widerrist. OBERLINIE UND HINTERHAND: Der Knabstrupper hat einen ausgeprägten Widerrist, der gleichmäßig übergeht in einen kräftigen Rücken mit kurzer muskulöser Lendenpartie und einer langen, muskulösen leicht abfallenden Kruppe mit gut angesetztem Schweif und natürlicher freier Schweifhaltung.
GLIEDMAßEN: Die Gliedmaßen sollen passend, kräftig, trocken und gut ausgerichtet sein. Ausgeprägte Gelenke mit gut gewinkelten Sprung- und Fesselgelenken. Gute Sprunggelenkbreite mit gleichmäßigem Übergang zum Röhrenbein. Die Röhren sollen kurz und flach sein. Die Fesseln passend lang und federnd. Gut bemuskelter Unterarm sowie breite und tiefe Oberschenkelmuskulatur. Die Hufe sind wohlgeformt und von guter Hornqualität.
BEWEGUNG: Die Bewegung soll leicht und raumgreifend, regelmäßig, taktsicher und elastisch sein mit gutem Untergriff.
TEMPERAMENT: Das Temperament des Sportreittyps soll lebhaft und freundlich, umgänglich und arbeitswillig sein.
REGELN FÜR DEN KLASSISCHEN KNABSTRUPPER-TYP Der Standard für den klassischen Knabstrupper-Typ TYP: Der ideale klassische Knabstrupper ist elegant, harmonisch mit guter Muskelfülle und soll aus drei gleichgroßen Körperteilen, nach Möglichkeit quadratisch, bestehen. Ein muskulöser Körperbau mit guter Tiefe und Breite ist anzustreben.
GRÖSSE: Es wird ein Stockmaß zwischen 148 cm und 165 cm angestrebt.
FARBE: Zuchtprogramm für die Rasse des Knabstruppers PZV Das hervorstechendste Merkmal des Knabstruppers ist seine besondere Farbgebung. Die verschiedenen Farbvarianten können stark variieren. Die Farbausbreitung hat daher keinen Einfluss auf die Bewertung und Körungsklassifizierung. Mindestanforderung für die Farbausbreitung: Es werden mindestens fleischfarbene Flecken an den Körperöffnungen verlangt. Einfarbige Hengste oder Hengste, die nur fleischfarbene Flecken an den Körperöffnungen haben, müssen Knabstrupperstuten mit Knabstrupperfärbung zugeführt werden. Hengste mit Grauschimmelanlagen können nicht gekört werden. Hengste mit Glasaugen oder ausgeprägtem Rattenschweif können nicht gekört werden. Ausgeprägte Plattenschecken können nicht gekört werden. Einfarbige Stuten, die von einem eingetragenen Knabstrupper-Elternteil abstammen, können eingetragen werden. Eine solche Stute soll einem Hengst mit Knabstrupperfärbung zugeführt werden.
KOPF UND HALS: Der Kopf soll ausdrucksvoll sein. Erwünscht sind große und frei platzierte Augen. Die Ohren sollten nicht zu groß sein. Der Nasenrücken darf gern ausgeprägt sein. Die Ganaschen sollen gut ausgeprägt sein und genügend Freiheit haben. Länge und Form des Nackens sollen gute Bewegungs- und Ganaschenfreiheit zwischen Kopf und Hals ermöglichen. Der Hals sollte lang und hochangesetzt mit einer muskulösen Oberlinie sein. Ein Unterhals ist nicht erwünscht. SCHULTER UND WIDERRIST: Die Schulter ist lang, schräg und muskulös, jedoch mit einem langen Oberarmknochen, und sie soll geschmeidig sein bei guter Bewegungsfreiheit. Der Widerrist sollte ausreichend lang sein mit gutem Muskelansatz. Der Widerrist kann wegen des hohen Schweifansatzes und der kräftigen Halsoberlinie kurz wirken. Dies darf nicht als Fehler angesehen werden.
OBERLINIE UND HINTERHAND: Die Oberlinie soll muskulös, geschmeidig und schön abgerundet sein. Erwünscht ist ein mittlerer bis kurzer, muskulöser und kräftiger Rücken. Die Lende sollte gut bemuskelt sein und geschmeidig verlaufen. Die Kruppe soll muskulös und abfallend sein. Der Schweifansatz darf nicht zu hoch sein. GLIEDMAßEN: Gewünscht wird ein gut gestelltes und trockenes Fundament mit korrekten Winkeln. Der Oberschenkelknochen soll lang und schrägliegend sein. Die Fesseln sollen stark und elastisch sein. Wünschenswert sind starke, wohlgeformte Hufe mit passender Größe. BEWEGUNG: Die Bewegung soll energisch und taktsicher sein mit natürlicher Balance. Angestrebt werden gute Hebungen von sowohl Vorderbeinen als auch Hinterbeinen, damit das Vorgreifen der Vorderbeine im Schritt und Trab mit leicht gebeugtem Vorderknie geschieht, wobei die Hinterbeine mit gebeugten Sprunggelenken nach vorn geführt werden sollen. Der Schritt soll entspannt mit passend langen Schritten sein. Der Trab soll energisch, taktsicher, untergreifend mit guter Gangmechanik sein. Der Galopp soll ruhig und ausbalanciert sein mit guten Hebungen in den Sprüngen.
TEMPERAMENT: Das Pferd soll ruhig, aufmerksam, intelligent und arbeitswillig sein.
REGELN FÜR DAS KNABSTRUPPER-PONY Der Standard für das Knabstrupper-Pony
TYP: Das Knabstrupper-Pony sollte ein harmonischer Reitpferdtyp mit Ponycharakteristik und guter Tiefe und Breite sein.
GRÖSSE: Kategorie I zwischen 140,1 und 148,0 cm Stockmaß Kategorie II zwischen 130,1 und 140,0 cm Stockmaß Kategorie III zwischen 105,0 und 130,0 cm Stockmaß
FARBE: Das hervorstechendste Merkmal des Knabstruppers ist seine besondere Farbgebung. Die verschiedenen Farbvarianten können stark variieren. Die Farbausbreitung hat daher keinen Einfluss auf die Bewertung und Körungsklassifizierung. Mindestanforderung für die Farbausbreitung: Es werden mindestens fleischfarbene Flecken an den Körperöffnungen verlangt. Einfarbige Hengste oder Hengste, die nur fleischfarbene Flecken an den Körperöffnungen haben, müssen Knabstrupperstuten mit Knabstrupperfärbung zugeführt werden. Hengste mit Grauschimmelanlagen können nicht gekört werden. Hengste mit Glasaugen oder ausgeprägtem Rattenschweif können nicht gekört werden. Ausgeprägte Plattenschecken können nicht gekört werden. Einfarbige Stuten, die von einem eingetragenen Knabstrupper-Elternteil abstammen, können eingetragen werden. Eine solche Stute soll einem Hengst mit Knabstrupperfärbung zugeführt werden.
KOPF UND HALS: Der Kopf soll klein, edel und ausdrucksvoll sein mit breiter Stirn, kleinen Ohren und großen, klaren ruhigen Augen. Gewünscht wird viel Ganaschenfreiheit, und der Kopf soll über einen beweglichen Nacken mit einem wohlgeformten und gut angesetzten Hals verbunden sein.
SCHULTER UND WIDERRIST Die Schulter ist lang und schräg, und der Widerrist lang und gut ausgeprägt.
OBERLINIE UND HINTERHAND: Das Knabstrupper Pony soll einen gut ausgeprägten Widerrist aufweisen, der gleichmäßig übergeht in einen kräftigen Rücken mit einer kurzen muskulösen Lendenpartie und einer langen und abfallenden Kruppe mit guter Muskelfülle. Die Oberschenkel sollen tief und breit sein und ebenfalls gut bemuskelt.
GLIEDMAßEN: Die Gliedmaßen sollen kräftig, trocken und gut gestellt sein mit korrekten Winkeln und gut ausgeprägten Gelenken. Die Röhren sollen kurz und flach sein und die Fesseln passend lang und federnd. Die Hufe sollen wohlgeformt und von guter Hornqualität sein. BEWEGUNG: Die Bewegung soll regelmäßig, taktsicher sein mit gutem Untergreifen und kräftigem Schub aus der Hinterhand. TEMPERAMENT: Das Temperament des Knabstrupper Ponys soll freundlich, umgänglich und arbeitswillig sein.
REGELN FÜR DAS KNABSTRUPPER-MINIPONY Standard für das Knabstrupper-Minipony TYP: Das Knabstrupper-Minipony soll ein harmonischer Reittyp mit guter Tiefe und Breite sein.
GRÖSSE: Bis zu 104 cm Stockmaß
FARBE: Das hervorstechendste Merkmal des Knabstruppers ist seine besondere Farbgebung. Die verschiedenen Farbvarianten können stark variieren. Die Farbausbreitung hat daher keinen Einfluss auf die Bewertung und Körungsklassifizierung. Mindestanforderung für die Farbausbreitung: Es werden mindestens fleischfarbene Flecken an den Körperöffnungen verlangt. Einfarbige Hengste oder Hengste, die nur fleischfarbene Flecken an den Körperöffnungen haben, müssen Knabstrupperstuten mit Knabstrupperfärbung zugeführt werden. Hengste mit Grauschimmelanlagen können nicht gekört werden. Hengste mit Glasaugen oder ausgeprägtem Rattenschweif können nicht gekört werden. Ausgeprägte Plattenschecken können nicht gekört werden. Einfarbige Stuten, die von einem eingetragenen Knabstrupper-Elternteil abstammen, können eingetragen werden. Eine solche Stute soll einem Hengst mit Knabstrupperfärbung zugeführt werden.
KOPF UND HALS: Kleiner, ausdrucksvoller und edler Kopf, mit großen klaren Augen und kleinen Ohren. Der Kopf soll über einen gut beweglichen Nacken mit einem gut angesetzten Hals verbunden sein. SCHULTER UND WIDERRIST: Schräge Schulter mit guter Schulterfreiheit und ausgeprägtem Widerrist.
OBERLINIE UND HINTERHAND: Die Oberlinie des Miniponys soll kurz und kräftig sein mit einer kurzen und muskulösen Lendenpartie. Die Kruppe soll wohl geformt sein mit guter Muskelfülle und gutem Schweifansatz.
GLIEDMASSEN: Die Gliedmaßen sollen kräftig, trocken und gut gestellt sein mit gut ausgeprägten flachen Gelenken. Die Hufe sollen wohl geformt sein.
BEWEGUNG: Die Bewegung soll regelmäßig, taktsicher und raumgreifend sein. Wünschenswert ist eine elastische Bewegung. TEMPERAMENT: Das Minipony soll freundlich, umgänglich, energisch und arbeitswillig sein.
Selektionsmerkmale Für die Eintragung in das Zuchtbuch (außer Fohlenbuch und Anhang) werden nachfolgende Selektionsmerkmale der äußeren Erscheinung unter besonderer Berücksichtigung des Bewegungsablaufes bewertet. Selektionsmerkmale der äußeren Erscheinung: 1. Typ (Rasse und Geschlechtstyp) 2. Körperbau 3. Korrektheit des Ganges 4. Schritt 5. Trab 6. Galopp (bei Stuten: sofern bei der Zuchtbucheintragung erfasst) 7. Springen (bei Stuten: sofern bei der Zuchtbucheintragung erfasst) 8. Gesamteindruck Die Gesamtnote errechnet sich aus dem arithmetischen Mittel der erfassten Selektionsmerkmale. Die Bewertung erfolgt in ganzen/halben Noten nach dem, in der Zuchtbuchordnung (ZBO) unter Nummer 15 (Grundbestimmungen zur Bewertung von Zuchtpferden), erläuterten System. Darüber hinaus wird nach weiteren Merkmalen selektiert: 1) Gesundheit 2) Interieur 3) Reit-, Spring- oder Fahranlage 4) Farbe 7. Zuchtmethode Das Zuchtziel wird angestrebt mit der Methode der Reinzucht, die offen ist für Pferde/Ponys anderer Rassen, deren Einbeziehung zur Erreichung des Zuchtzieles förderlich ist. Am Zuchtprogramm nehmen nur diejenigen Pferde teil, die im Zuchtbuch (außer Fohlenbuch und Anhang) eingetragen sind.
Folgende Rassen sind zugelassen:
- Frederiksborger
- Schweres Warmblut
- Dänisches Warmblut
- Rassen des Deutschen Reitpferdes gem. ZVO der FN
- Vollblut-, Shagya- und Anglo-Araber - Englisches Vollblut mit Eintragung in der Deutschen bzw. Dänischen Reitpferdezucht
- Deutsches Reitpony
- Dänisches Sportpony
- New Forest
- Welsh Sekt. A, B und C
- Dartmoorpony
- Shetlandpony
- Deutsches Partbred-Shetlandpony
- Dänische Miniaturpferde (nur für Miniatur-Pony bis 104 cm Stm.)
- Dansk Oldenborg Avl (Danish Oldenborg)
- Connemara Pony
- Lusitano mit Eintragung bei Associacäo Portugusa de Criadores do Cavalo Pure Sangue Lusitano
- Pura Raza Española mit Eintragung bei Association Nacional de Criadores de Caballos de Pure Raza Española
Anpaarungen mit Schimmeln bzw. Plattenschecken der zugelassenen Rassen sind nicht zugelassen.
Bestimungen zum Knabstrupper
Als Original-Knabstrupper werden in den vom ZfdP ausgestellten Zuchtbescheinigungen, die Pferde gekennzeichnet, die in der dritten Generation alle Ahnen mit der Rassebezeichnung Knabstrupper aufweisen. Die Kennzeichnung erfolgt, um den ursprünglichen Typ zu fördern und zu erhalten.